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16.05.2018

Grußwort von Sylvia Weber, Dezernentin für Integration und Bildung, anlässlich des Beginns des Fastenmonats Ramadan

Sylvia Weber, Bildungsdezernentin, © Stadt Frankfurt am Main
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„Musliminnen und Muslime in der ganzen Welt sehen einem ganz besonderen Monat entgegen. Vom 16. Mai 2018 bis zum 14. Juni 2018 fasten sie im Ramadan nach ihren rituellen Vorgaben. Anschließend feiern sie das dreitägige Ramadanfest – Eid al-Fitr. Ich wünsche allen muslimischen Frankfurterinnen und Frankfurtern eine segensreiche und besinnliche Fastenzeit.

Der heiligste Monat im Jahr wird von Prinzipien getragen, die für uns alle – Musliminnen und Muslime und Nicht-Musliminnen und Nicht-Muslime – bedeutsam sind. Auf einer individuellen Ebene ist es die Zeit der inneren Einkehr, der Selbstreflexion und der persönlichen Entwicklung. Gleichzeitig zeigt sich im Zusammenhalt und Miteinander sowie der gegenseitigen Fürsorge eine starke Zuwendung zur Gesellschaft. Die unterschiedlichsten Menschen leben dies insbesondere durch die offene und gastfreundliche Begegnung in Moscheen oder in Wohnungen beim gemeinsamen Fastenbrechen.

Den Beginn des Ramadans möchte ich auch als Anlass nutzen, um an die verfassungsrechtliche Freiheit der ungestörten Religionsausübung – wie auch die Freiheit, sich keiner Religion angehörig zu fühlen – zu erinnern. Aktuell nehmen bundesweit Übergriffe auf Menschen zu, die ihre Religion offen praktizieren. In einer Stadt der Vielfalt, wie Frankfurt es ist, haben derartige Übergriffe keinen Platz!

Frankfurt gehört uns allen: Jenen, die einen Glauben leben und auch jenen, in deren Leben Religion keine Rolle spielt. Wir leben, lachen, arbeiten und lernen zusammen. Und: Wir fühlen uns mit der Stadt auf unterschiedlichste Art und Weise verbunden. Ein friedvolles Zusammenleben braucht mehr als ein Bekenntnis zu unserer verfassungsrechtlichen Ordnung. Es braucht die Entschlossenheit von couragierten Menschen, Mitgefühl und Solidarität aktiv zu zeigen und damit auch zu leben.

Es liegt in der Verantwortung von uns allen, unsere Stadt und damit unseren gemeinsam Lebensraum aktiv mitzugestalten!“